Das Fazit der Konjunktur-Analyse der Wirtschaftskammer Österreich lautet für Mai 2026: Leichte Erholung trotz geoökonomischer Verwerfungen.
Die Wirtschaft in Österreich zeigte im ersten Quartal 2026 trotz der Auswirkungen des Nahostkonflikts eine vorsichtige Erholung. Aktuelle Prognosen lassen jedoch erkennen, dass der Irankonflikt die Stimmung und Investitionsbereitschaft der Unternehmen zunehmend belastet.
Höhere Energiepreise und geoökonomische Unsicherheiten verschlechtern die Konjunkturaussichten – nicht nur in Österreich, sondern global. Umso wichtiger ist es, nationale standortpolitische Maßnahmen schnell umzusetzen und europaweite Krisenmaßnahmen abgestimmt zu gestalten.
Bauwirtschaft bleibt im Abwärtstrend
Laut der WIFO-Schnellschätzung zeigte die Branchenentwicklung im ersten Quartal 2026 mehrheitlich eine schwache Dynamik. Steigende Treibstoffpreise erhöhten die Transportkosten und führten dazu, dass konsumnahe Dienstleistungen wie Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie einen leichten Rückgang verzeichneten (–0,4 % gegenüber dem Vorquartal).
Auch die Erholung im verarbeitenden Gewerbe kam im ersten Quartal zum Stillstand (–0,4 %). In der metalltechnischen Industrie bremst der Irankonflikt den Aufschwung zusätzlich. Im Baugewerbe setzte sich der seit 2019 anhaltende Rückgang weiter fort (–0,5 %).
Positiv entwickelte sich hingegen der öffentliche Sektor, der leicht wuchs (+0,2 %), sowie der Finanz- und Versicherungssektor, der ein stärkeres Plus verzeichnete (+1,0 %).
Hier finden sie die Konjunkturerhebung Mai 2026 in ausführlicherer Fassung.
Konjunkturradar 5/2026: Leichte Erholung trotz geoökonomischer Verwerfungen – WKO
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Im Fokus
- Geringfügiges Wachstum im ersten Quartal 2026
- Bauwirtschaft weiterhin rückläufig
- Weniger Investitionskreditnachfrage durch Nahostkonflikt
- Hohe Unsicherheit dämpft Konsumneigung
- Nachfragemangel bleibt zentrales Produktionshemmnis