NEWS
Konjunktur in Österreich

Konjunktur-Radar März 2026

Das Konjunkturradar veranschaulicht Trends in der österreichischen Wirtschaft anhand von Echtzeit-Indikatoren. Das Fazit der Konjunktur-Analyse der Wirtschaftskammer Österreich lautet für März 2026: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten belasten die Konjunktur.

Die leichte konjunkturelle Erholung des Vorjahres droht durch die anhaltenden Krisen im Nahen Osten gebremst zu werden. Je länger und intensiver die Konflikte andauern, desto stärker wirken sich steigende Verbraucherpreise und Produktionskosten auf die Wirtschaft aus. Die Lage bleibt unberechenbar – viele Fragen sind offen.

Mit dem neuen WKÖ Infopoint Nahost bietet die Wirtschaftskammer Österreich jetzt eine zentrale Anlaufstelle: Hier finden Unternehmen aktuelle Informationen, regelmäßige Updates und direkte Kontakte zu Expert:innen.

Branchenentwicklung Oesterreich 2025

Branchenentwicklung 2025: Dienstleistungen wachsen, Baukrise hält an

Die österreichische Wirtschaft zeigte 2025 ein gespaltenes Bild: Während der Dienstleistungssektor leicht um 1,0 % wuchs, belastete die anhaltende Baukrise (–2,9 %) erneut den produzierenden Bereich. Die Bauwirtschaft schrumpft damit bereits das siebte Jahr in Folge. Auch die Beherbergung und Gastronomie verzeichneten trotz Nächtigungsrekorden ein Minus von 1,4 % – steigende Kosten drückten die Profitabilität.

Industrie Bau und Einzelhandel in Oesterreich

Positive Entwicklungen gab es in der Warenherstellung (+1,2 %), im Handel (+0,9 %) sowie im öffentlichen Sektor (+2,8 %) und bei Immobiliendienstleistungen (+2,7 %). Frühindikatoren vom Februar deuten auf eine leicht verbesserte Lage in Industrie und Dienstleistungen hin, nicht jedoch im Bau.

Industrie: Leichte Erholung, aber noch unter Vorkrisenniveau
Die Industrieproduktion lag in den letzten zwölf Monaten im Schnitt 3,4 % über dem Vorjahr, bleibt aber deutlich hinter dem Niveau von 2022 zurück. Erste Anzeichen einer Erholung zeigen sich im Maschinenbau und bei der Produktion von Investitionsgütern. Auch die metalltechnische Industrie stabilisiert sich langsam.

Bau und Wetter: Doppelte Belastung
Die Situation im Bau bleibt schwierig – die ungünstige Winterwitterung verschärfte die Lage im Jänner zusätzlich.

Handel: Leichte Zuwächse, Kfz-Markt mit starkem Plus
Im Einzelhandel stiegen die Umsätze im Jänner leicht um 0,8 %. Besonders dynamisch entwickelte sich der Kfz-Markt: Die Neuzulassungen legten in den ersten beiden Monaten 2026 um 10,4 % zu – ein positives Signal für den Kfz-Handel.

Hier finden sie die Konjunkturerhebung März 2026 in ausführlicherer Fassung und als PDF 

Im Fokus

• Zaghafte Erholung stagnierte zu Jahresende 2025
• Öffentlicher Sektor und Immobilienwesen expandierten
• Warenexporte in Drittstaaten unter Druck
• Leichte Aufhellung in der Industrie, nicht jedoch im Bau
• Frachtschiffverkehr zum Erliegen gekommen

Der Wifo Konjunkturtest
Lageeinschätzungen verbessert, Erwartungen rückläufig Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests vom Februar 2026

Alle Quartalsberichte finden Sie hier.