Das Fazit der Konjunktur-Analyse der Wirtschaftskammer Österreich lautet für September 2026: Gemischte Signale – Industrie holt auf, BIP stagniert.
Moderate Belebung in Sicht, aber hohe geopolitische Risiken, Energiepreissorgen und strukturelle Hemmnisse begrenzen die Dynamik: So lautet das Fazit der Konjunktur-Analyse der WKÖ. Wirtschaftspolitisch bleibt die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Investitionsbedingungen zentral.

Branchen im Blick: Stagnation mit Lichtblicken
Das zweite Quartal 2026 brachte für die österreichische Wirtschaft kaum Bewegung: Insgesamt blieb die Branchenentwicklung verhalten.
In der Sachgütererzeugung wuchs die reale Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal leicht um 0,2 % – bewegt sich damit aber noch immer deutlich unter dem Niveau von 2022. Der Bau setzte seinen mehrjährigen Abwärtstrend fort und verlor erneut 0,1 %.
Bei den Dienstleistungen zeichnet sich ein gemischtes Bild: Information und Kommunikation legten um 0,4 % zu, das Grundstücks- und Wohnungswesen um 0,2 %. Der Handel hingegen musste einen Rückgang von 0,3 % verkraften.
Ausblick: Die Frühindikatoren deuten darauf hin, dass der Dienstleistungssektor seine leichte Positiventwicklung fortsetzen wird.
Hier finden Sie die Konjunkturerhebung September 2026 in ausführlicherer Fassung.
Im Fokus
• Verhaltener Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr erwartet
• Geopolitische Risiken erweitern die Prognosebandbreite
• Branchenentwicklung stagniert weitgehend
• Exporterholung wird von Europa getragen
• Internationale Industriekonjunktur deutlich aufgehellt