Wohnhaus Buckalgasse: Schritt in Richtung Energieautarkie

Foto: Wien Süd
Kategorie: Wohnbau
Jahr: 2011
Ort: Wien
Architektur: Gemeinnützige Bau- und Wohnungsgenossenschaft „Wien Süd“ eGenmbH
Verarbeitung: G + G Bau- und Baumanagement Ges.m.b.H.
Baujahr: 2009/2010
Nutzfläche: 1.218 m2
Energiekennzahl: 30 kWh/m2a (143 kWh/m2a vor Sanierung)

Detailbeschreibung

„Durch Nutzen der ökologischen Ressourcen wurde ein Schritt in Richtung Energieautarkie gesetzt. (...) Zu den Besonderheiten des Projekts gehören schräge Fensterlaibungen, die einen verbesserten Lichteinfall trotz zunehmender Dämmstärke ermöglichen, ebenso wie LED-Beleuchtungskörper sowie eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Kleinkompaktgeräten. Wesentlich auch die Balkon-Photovoltaikanlage mit CIS-Modulen.“
Das Wohngebäude der Wien-Süd in der Buckalgasse 10/Ketzergasse 308 wurde in den Jahren 1958/59 errichtet und nunmehr umfassend saniert. Es war eine Herausforderung für alle Beteiligten, diese Sanierung in einem voll bewohnten Wohnhaus umzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Lichtlabor der Universität Krems wurden an den Ost-Süd- West-Fassaden 45° schräge Fensterlaibungen im Seiten- und Sturzbereich geschaffen. Dadurch wurde bewiesen, dass eine Erhöhung des Lichteinfalls in die Wohnungen auch bei zunehmender Dämmstärke möglich ist. Im Außenbereich und in den Stiegenhäusern wurde mit neuester LED-Lampentechnik gearbeitet. Die LED sind direkt in den Lampen verbaut und sollen ca. 50.000 Betriebs- stunden bei großer Lichtausbeute erreichen. Neben dem Energiespareffekt wird dadurch auch eine erhebliche Reduktion der Instandhaltungskosten angestrebt. Die gebäudeintegrierten Photovoltaik-Paneele sind auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar, da sie in Farbe und Textur an dekorative schwarze Glasplatten erinnern. Es handelt sich um CIS-Module, eine Mischung aus Kristallin- und Dünnschichttechnik, die auch bei Schwachlicht Strom produzieren können. Sie erfüllen die Aufgabe der Balkon- verkleidung, erzeugen ca. 4.000 kWh Strom (CO2-neutral) und tragen wesentlich zum positiven Erscheinungsbild des Gebäudes bei.

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Nachher