MCM Klosterfrau Healthcare GmbH: anspruchsvolle Gewerbesanierung

ah3 architekten zt GmbH
Kategorie: gewerbliche Bauten
Jahr: 2011
Ort: Wien
Architektur: Büro für Architektur gaupenraub +/-
Verarbeitung: Pfnier & Co GmbH
Nutzfläche: 1.980 m2
Projektdauer Sanierung: November 2009 - November 2010
Energiekennzahl: 39 kWh/m2a (233 kWh/m2a vor Sanierung)

Detailbeschreibung

Das anspruchsvolle Gewerbegebäude aus den 70er Jahren wird durch die Neugestaltung für die heutige Zeit radikal transformiert. (...) Im Umbauprozess hat sich der Architekt mit den Eigentümern entschieden, einen neuen Weg zu gehen. Die Gebäudehülle mit verschiedenen WDVS wird zum architektonischen Material.
Die Ausgangssituation war prekär, da sich die vorhandene Bausubstanz in teils abbruchreifem Zustand befand. Aufgrund der architektonischen Qualität entschied man sich dennoch für eine Generalsanierung. Grundgedanke war es, das gesamte Gebäude so „einzupacken“, dass die unterschiedlichen Nutzungsbereiche ablesbar bleiben. Für die ursprünglich vertikal gerillten Sichtbetonfertigteilfassade des Bürotrakts wurden Polycarbonat-Stegplatten gewählt, die mit ihren sichtbaren Kammern die vertikale Betonstruktur aufnehmen und zudem über hervorragende Dämmeigenschaften verfügen. Am Dach wurden die einzelnen Lichtkuppeln zu einem durchgehenden Oberlichtband zusammengefasst. So war es möglich, die Bürofläche im Obergeschoss um eine tiefe Mittelzone zu erweitern, die dennoch über ausreichend Tageslicht verfügt. Dazu wurde zusätzlich ein Teil des Flachdachs als Terrasse mit Kräuterbeet ausgebildet, ein Verweis auf die Tätigkeit von Klosterfrau. Eine weitere wesentliche Maßnahme war die Neuinterpretation des desolaten Eingangsbereichs durch eine zweiläufige Rampe. Im Innenbereich wurden auf beiden Geschossen Doppelböden eingezogen, was eine technische Neuinstallation aller Bereiche ermöglichte. Mit der Konzentration auf installationsintensive Fußböden war es zudem möglich, die Speichermassen der Wände und Decken der Innenräume unmittelbar zu nutzen. Unverkleidet blieben die neuen Stahlbetonhohldielen des Dachs – dass sie sogar als Sichtbeton gezeigt werden können, lag an der sauberen Oberfläche fast aller Elemente. Konzeptionell war den Architekten dieser Umstand sehr willkommen, denn sie hatten bei der Innenraumgestaltung von Anfang an auf maximale Reduktion gesetzt.

Vorher

Nachher